Donnerstag, 1. Dezember 2011
Tag der Entscheidung
So die Diagnose war jetzt klar! Auf Diabetes hatte ich jetzt so gar keine Lust! Aber wer hätte das schon! Ich glaube niemand. Nach der Schocknachricht verbrachte ich erstmal einige Tage damit eine Art Selbstdiagnose zu erstellen. Ein Hoch auf das Internet. Und was ich da lesen konnte, war fast eindeutig: Es muss Diabetes Typ2 sein. Der Typ1 tritt ja nur bei Kindern und Jugendlichen auf. Und das Jugendalter habe ich schon längst hinter mich gebracht.
Und Typ 2 tritt bei älteren und Dicken auf. Und irgendwie passe ich nur in diese Gruppe. Oder doch nicht. Zu dem Zeitpunkt hoffte ich das. Denn Typ2 kann man mit Diät und Sport in Schach halten. Aber ich wog doch nichts mehr und sportlich war ich auch schon immer.
Nach der Diagnose stellte ich meinen kompletten Lebensstil um. Dazu gehörte zuerst einmal meine Essgewohnheiten. Ab sofort bestimmten Vollkornprodukte und Gemüse meinen Ernährungsplan. Ich schlief seitdem durch und fühlte mich auch sonst gut. Also körperlich zumindest. Aber in meinem Kopf spielten sich natürlich andere Szenarien ab. Verständlicherweise.
Dann kam der Tag, an dem die endgültige Diagnose vom Spezialisten kommen würde. Dieser Spezialist war ein Diabetologe. Dieser würde dann die endgültige Diagnose stellen. Und hätte ich gewußt was da alles auf mich zu kommen würde, hätte ich mir eine große Tüte mitgenommnen.
So nun saß ich da, in der Parxis und um mich herum fast nur alte Leute. Das war schon ganz schön deprimierend. Zum Glück musste ich nicht lange warten.
Dann bat mich der Arzt zu sich in sein Zimmer. Und er bot mir zuerst einen Platz an. Und dann kam die Diagnose, die mein ganzes Leben umkremmpeln würde.

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